Bericht November 2010
Am 09. November 2010 fand das gut besuchte Novemberformum zu Thema Gesundheitsreform stattt.
Aufbauend auf einem außerordentlich fundierten Fachvortrag des Herrn Renardo Schiffer, dem kaufmännischen Direktor des St. Augustinus Krankenhauses Düren, diskutierten die anwesenden Teilnehmer die konkreten Auswirkungen der Gesundheitsreform auf den Einzelnen, sowie auf das Krankenhauswesen.
Anhand von Beispielen wurde durch die anwesenden Vertreter der Ärzteschaft sowie Vertreter der Pflegeeinrichtungen deutlichst hervorgehoben, dass nicht nur die Beitragssätze sowie die Problematik der Zusatzbeiträge sich auf den Einzelnen auswirken, sondern auch die Bildungsmisere, die sich im Gesundheitssystem nunmehr konkret auswirkt und den damit verbundenen Mangel des Fachpersonals.
Der konkrete Pflegekräftemangel, der Mangel an qualifizierten Ärzten, bei Beibehaltung des Nummerus Klausus an Universitäten sowie insbesondere Lücken in den Bewerbern zur Ausbildung von medizinisch-technischen Assistenten in Krankenhausberufen wurde zwischen den Anwesenden sachlich und umfangreich diskutiert.
Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis wurde deutlich hervorgehoben, dass Krankenhäuser mit einer Bettenstärke bis zu 250 Betten zukünftig grundsätzlich strukturelle Probleme im Rahmen des Betriebes ihrer Einrichtung bekommen werden, da aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten, ein Betrieb einer solchen Einrichtung in dieser Höhe kaum noch zu finanzieren ist.
Die Auswirkungen der schwarz/gelben Gesundheitsreform auf den Einzelnen wurde im Rahmen der Folgen der Beiträge und Zusatzbeiträge erörtert und kritisch diskutiert.
Trotz durchzuführenden Sozialausgleich im Rahmen der Zusatzbeiträge wurde deutlich, dass die Versicherten für Gesundheitsvorsorge mehr Geld als zuvor berappen müssen, und doch davon ausgehen, dass sich alleine dadurch die Probleme des Systems nicht lösen lassen.
Unter Zugrundelegung der Feststellungen, insbesondere auch des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen waren sich die Anwesenden einig, dass hier weiterer Handlungsbedarf erforderlich ist.
Wir werden dieses Thema erneut aufgreifen und vertiefen.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal Herrn Renardo Schiffer, den kaufmännischen Direktor des St. Augustinus Krankenhauses Düren, für seinen außerordentlich gelungenen Fachvortrag sowie bei Frau Dr. Kristina Schmitz sowie den Eheleuten Hawig als Betreiber der Hawig Seniorenheime herzlichst für ihre Sach- und Fachbeiträge danken.
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