Windkraft in Titz

Nur die FDP sagt "Nein" zur Vorlage der Verwaltung

Von Profitgier der Gemeindeväter ist die Rede, von einer Verschandelung der Landschaft, von Lärmbelästigung, Schattenwurf und Beeinträchtigung der Lebensqualität.

Kein Thema hat in letzter Zeit die Gemüter vieler Menschen in der Gemeinde Titz so bewegt wie die Absicht der Verwaltung, die Windkraft stärker zu nutzen, weitere Konzentrationszonen innerhalb des Gemeindegebietes auszuweisen.

Am Mittwoch tagt um 19 Uhr der Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt. Als letzter Punkt der Tagesordnung steht die Ausweisung von weiteren Windkraftzonen an. Doch es deutet vieles darauf hin, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wird.

Seit der Einwohnerversammlung zum Thema Windkraftanlagen wurden innerparteilich viele Gespräche geführt. Innerhalb der Verwaltung, aber auch bei interfraktionellen Zusammenkünften wurde deutlich, dass der ursprüngliche Plan, in der Gemeinde drei weitere Konzentrationszonen auszuweisen, so nicht umsetzbar ist.

Die Verwaltung hat nun an einer Lösung gearbeitet, mit der sich alle Parteien anfreunden und ihr Gesicht wahren können.

Ein klares Nein dazu kommt nur von der FDP. Für Hartmut Wasserberg ist es vor allen Dingen die errechnete Effizienz der Anlagen durch den Windkraftbetreiber. «Ich komme maximal auf knapp 2000 Volllaststunden, die angegebene Zahl von 8700 ist schlichtweg falsch», hat Wasserberg aber noch eine andere Rechnung aufgemacht - die der Zuzahlung.

Denn jede durch regenerative Energie erzeugte Kilowattstunde muss vom Stromkunden mit zwei Cent zusätzlich bezahlt werden. «Auf unsere Gemeinde hochgerechnet bedeutet dies, dass unsere 5000 Haushalte zusammen 450.000 Euro zusätzlich bezahlen müssen, damit hier in Titz Windräder in Betrieb sind.»

Quelle: az-web.de (Artikel vom 26.04.)

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