Stellungnahme - Grundschule Rödingen
Leserbrief / Stellungnahme zu den Äußerungen der WIR - Parteien
Das aktuelle Faltblatt der WIR-Partei beginnt mit einer Stellungnahme zu der Grundschulsituation der Gemeinde Titz. Diese Stellungnahme ist so veraltet und inhaltlich verwirrend, dass hier eine Erläuterung angeraten zu sein scheint. Schließlich geht es darum, dass alle Eltern der aktuellen und zukünftigen Schüler über die Grundschulsituation korrekt informiert sind.
Die WIR titelt mit der Überschrift "Grundschule in Rödingen bleibt bestehen!". Diese Aussage ist bereits seit dem Frühjahr 2010, als der Rat mehrheitlich die Brandschutzmaßnahmen beschloss, bekannt. Anscheinend hat die WIR im Herbst 2010 keine neuen Inhalte, über die sie berichten könnte.
Die WIR beruft sich in ihrer Begründung auf die Schülerzahlen aus den Jahren 2000/2001 bis zum Jahr 2006/2007. Auf diesen Zahlen eine Planung aufbauen zu wollen, erscheint gewagt, denn so sind diese Zahlen für eine zukünftige Schulentwicklung veraltet. Eine intelligentere Planung basiert eher auf den aktuellen Geburtenziffern. Auch unter der Einbeziehung von von weiteren Umzügen in das Gemeindegebiet und eines vielleicht erweiterten Einzugsgebiets aufgrund einer attraktiven Schulpolitik, lässt sich doch die demographische Entwicklung mit grundsätzlich sinkenden Schülerzahlen nicht leugnen.
Tatsächlich strebt die Gemeinde mit der Unterstützung des für das Schulwesen zuständigen Ausschußes an, die Grundschulen in Titz und Rödingen organisatorisch zusammen zu legen, aber sie an zwei Standorten zu belassen, um so dem Grundsatz "Kurze Beine, kurze Wege " zu folgen. Gleichzeitig kann dann langfristig sichergestellt werden, dass unsere Kinder die bestmögliche Betreuung durch die bekannten, engagierten Lehrerkollegien erfahren und dass die Voraussetzung für eine Besetzung der Schulleitungsstelle nach dem Prinzip der Bestenauslese erfolgt. So lautet der Beschluss vom Juni diesen Jahres. Gleichzeitig soll die Grundschule konfessionsoffen geführt werden, damit die einzige Grundschule im Einzugsgebiet ein Zeichen der Offenheit, der Integration und Toleranz setzt.
Sicherlich ist es anstrengender, als Mutter von zwei kleinen Kinder sich in Schulpflegschaft und - konferenz der KGS Titz sowie im Schulausschuß der Gemeinde sich ein umfassendes Bild der Situation zu verschaffen, um dann für eine fundierte und zukunftsorientierte Bildungspolitik zu kämpfen. Aber die Bildung ist zu wichtig. Mit diesem Thema sollte kein billiger Populismus betrieben werden.
Die WIR kündigt in ihrem Faltblatt weiterhin eine Stellungnahme zur Situation der Hauptschule und die Schulsituation im Nordkreis Düren an. Entsprechende Anträge hat die Fraktion bei der Ausschußsitzung am 28.10.2010 bereits zurückgezogen und es ist sehr zu hoffen, dass nun erst einmal ein umfassendes Studium der Situation erfolgt.
Dipl.-Kff. Marion Frettlöh
für die FDP-Fraktion als sachkundige Bürgerin im Ausschuß für Jugend, Kultur, Soziales, Schule und Sport der Gemeinde Titz.
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